0 Daumen
592 Aufrufe

Beim Anziehen einer Schraubenmutter um den Drehwinkel ϕ =80° steigt das Drehmoment linear zu ϕ von M1 = 7 N*m (bei ϕ = 0°) auf das Drehmoment M2 = 11 N*m (bei ϕ = 80°).

Wie groß ist die beim Anziehen aufgewendete Dreharbeit?

Avatar von

bitte sag, was du dazu weisst!

1 Antwort

0 Daumen

Antwort mit KI erzeugt

Dreharbeit beim Anziehen einer Schraubenmutter

Die beim Anziehen einer Schraubenmutter aufgewendete Arbeit lässt sich mit Hilfe der Beziehung für die Dreharbeit berechnen. Da sich das Drehmoment M M über den Drehwinkel φ \varphi linear ändert, verwenden wir die Formel für die Arbeit W W , die sich aus einem variablen Drehmoment ergibt. Die Dreharbeit ist das Integral des Drehmoments über den Drehwinkel:

W=φ1φ2M(φ)dφ W = \int_{\varphi_1}^{\varphi_2} M(\varphi) \, d\varphi

Da M(φ) M(\varphi) linear mit φ \varphi steigt, können wir die lineare Formel M(φ)=kφ+c M(\varphi) = k \varphi + c verwenden, wobei k k die Steigung der Geraden (Anstieg) und c c der y-Achsenabschnitt ist (in unserem Fall entspricht c=M1 c = M_1 , da bei φ=0 \varphi = 0^\circ das Drehmoment M1 M_1 beträgt).

Schritt 1: Umwandlung des Drehwinkels in Radiant

Der Drehwinkel φ \varphi ist in Grad angegeben und muss für die Berechnung in Radiant umgewandelt werden, da das Bogenmaß die natürliche Einheit für Winkel im Zusammenhang mit Drehungen und Integrationen ist.

φrad=φdegπ180 \varphi_{rad} = \varphi_{deg} \cdot \frac{\pi}{180}

Für φ=80 \varphi = 80^\circ :

φrad=80π180=49πrad \varphi_{rad} = 80^\circ \cdot \frac{\pi}{180} = \frac{4}{9} \pi \, \text{rad}

Schritt 2: Bestimmung der Steigung k k der Drehmoment-Winkel-Beziehung

Die Steigung k k der Geraden, die M M in Abhängigkeit von φ \varphi darstellt, berechnet sich aus der Veränderung des Drehmoments bezogen auf die Veränderung des Winkels (beide in konsistenten Einheiten, hier Grad zu N*m). Da der Winkel in Radiant umgewandelt wurde, sollte auch k k im Zusammenhang mit dem Winkel in Radiant berechnet werden:

k=M2M1φrad k = \frac{M_2 - M_1}{\varphi_{rad}}

Einsetzen der gegebenen Werte:

k=11N*m7N*m49πrad=4N*m49πrad=9πN*m/rad k = \frac{11 \, \text{N*m} - 7 \, \text{N*m}}{\frac{4}{9} \pi \, \text{rad}} = \frac{4 \, \text{N*m}}{\frac{4}{9} \pi \, \text{rad}} = \frac{9}{\pi} \, \text{N*m/rad}

Schritt 3: Berechnung der Dreharbeit

Jetzt, wo wir k k haben, können wir die Formel für M(φ) M(\varphi) vervollständigen, die lautet:

M(φ)=kφ+M1 M(\varphi) = k \varphi + M_1

Draus folgt die Arbeit:

W=0φrad(kφ+M1)dφ W = \int_{0}^{\varphi_{rad}} (k \varphi + M_1) \, d\varphi

Einsetzen und Integrieren:

W=049π(9πφ+7)dφ=[92πφ2+7φ]049π W = \int_{0}^{\frac{4}{9}\pi} \left(\frac{9}{\pi} \varphi + 7\right) \, d\varphi = \left[\frac{9}{2\pi}\varphi^2 + 7\varphi \right]_{0}^{\frac{4}{9}\pi}

Einsetzen der Grenzen:

W=[92π(49π)2+7(49π)][0] W = \left[\frac{9}{2\pi}\left(\frac{4}{9}\pi\right)^2 + 7\left(\frac{4}{9}\pi\right)\right] - \left[0\right]

W=[92π(1681π2)+289π] W = \left[\frac{9}{2\pi}\left(\frac{16}{81}\pi^2\right) + \frac{28}{9}\pi\right]

W=[144162π+289π] W = \left[ \frac{144}{162\pi} + \frac{28}{9}\pi\right]

W=[89+289π]N*mrad W = \left[ \frac{8}{9} + \frac{28}{9}\pi\right] \, \text{N*m} \cdot \text{rad}

W=(89+28π9)N*mrad W = \left(\frac{8}{9} + \frac{28\pi}{9}\right) \, \text{N*m} \cdot \text{rad}

Dieses Ergebnis gibt die beim Anziehen aufgewendete Dreharbeit in N*m an, unter Berücksichtigung der linear mit dem Winkel ansteigenden Drehmomentkurve.
Avatar von

Ein anderes Problem?

Stell deine Frage