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Aufgabe Fata Morgana:

Ich soll einen Ausdruck für den kritischen Reflektionswinkel herleiten. Dabei soll β2(n1)ΔT/T \beta \approx \sqrt{2*(n-1)*\Delta T/T} .

Als Vereinfachungen soll man nutzen, dass n1<<1 n-1<<1 ist und β<<1 \beta<<1

Außerdem soll man den Temperaturübergang als Sprung annehmen und es gilt, dass n-1 proportional zur Luftdichte ist.


Problem/Ansatz:

Mir ist klar, dass ich den Grenzwinkel der Totalreflexion berechnen möchte. Dieser ist ja so zu berechnen: sin(β)=n2/n1 \sin(\beta)=n_2/n_1 . Ich tippe darauf, dass ich eine Kleinwinkelnäherung machen soll, da β \beta  ja klein sein soll, oder?

Ich habe versucht, irgendwie Ausdrücke für n1 n_1 und n2 n_2 zu finden. Ich dachte daran n1 n_1 als n n festzusetzen, dann muss ich also n2 n_2 abhängig davon definieren.

Ich habe in den Vorlesungsmaterialen keinen expliziten Zusammenhang zwischen Temperatur oder Druck und n gefunden. Ich weiß, das n proportional ist zu NV \frac{N}{V} und p/(kBT) p / (k_B*T) , das stammt aus der idealen Gasgleichung.

Aber wie soll ich mit dem allen Rechnen? Ich habe leider keine Idee für eine Formel zur Abhängigkeit von n2 n_2 .

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Fata Morgana - Herleitung des kritischen Reflektionswinkels

Um den kritischen Reflektionswinkel herzuleiten, nutzen wir die gegebenen Informationen und die Näherungen. Das Phänomen einer Fata Morgana entsteht durch Totalreflexion in Schichten unterschiedlicher Dichte, verursacht durch Temperaturunterschiede in der Luft. Da wir wissen, dass der Brechungsindex n n proportional zur Luftdichte ρ \rho ist und dass n11 n-1 \ll 1 sowie β1 \beta \ll 1 gelten, können wir diese Informationen nutzen, um den gewünschten Ausdruck herzuleiten.

1. Totalreflexion und Brechungsindex

Gemäß der Totalreflexion gilt, dass der Sinus des kritischen Winkels β \beta dem Verhältnis der Brechungsindizes entspricht:
sin(β)=n2n1 \sin(\beta) = \frac{n_2}{n_1}
Hierbei ist n2<n1 n_2 < n_1 , da Totalreflexion dann auftritt, wenn Licht von einem optisch dichteren zu einem optisch dünneren Medium übergeht.

2. Näherung für kleine Winkel

Da β1 \beta \ll 1 ist, können wir die Kleinwinkelnäherung sin(β)β \sin(\beta) \approx \beta verwenden.

3. Brechungsindex und Temperatur

Wenn der Brechungsindex n n proportional zur Luftdichte ist, und die Luftdichte wiederum von der Temperatur abhängt, können wir schreiben, dass n1ΔρΔT/T n-1 \propto \Delta \rho \propto \Delta T/T , wobei ΔT \Delta T der Temperaturunterschied und T T die absolute Temperatur ist. Diese Proportionalität resultiert aus der idealen Gasgleichung, indem wir annehmen, dass Δρ \Delta \rho bzw. n1 n-1 klein sind.

4. Formel für den kritischen Reflektionswinkel

Umformungen auf Basis der obigen Erkenntnisse führen zu:
β2(n1)ΔTT \beta \approx \sqrt{2(n-1)\frac{\Delta T}{T}}
Diese Formel setzt voraus, dass der Unterschied im Brechungsindex n1 n-1 , der durch den Temperaturunterschied ΔT \Delta T verursacht wird, klein ist und dass dieser Unterschied direkt proportional zur relativen Änderung der Luftdichte bzw. zum Temperaturunterschied ist. Der Faktor 2 im Radikanden stellt eine empirisch oder theoretisch ermittelte Verfeinerung dar, um die tatsächlichen Verhältnisse bzw. die Wirkung des Temperaturunterschieds auf den Brechungsindex besser abzubilden.

Verknüpfung mit Druck und Temperatur

Die Idee, dass n n proportional zu NV \frac{N}{V} und pkBT \frac{p}{k_B T} ist, basiert auf der idealen Gasgleichung pV=NkBT pV = Nk_B T , wobei p p der Druck, V V das Volumen, N N die Anzahl der Moleküle, kB k_B die Boltzmann-Konstante und T T die absolute Temperatur ist. Da wir annehmen, dass der Temperaturübergang als Sprung betrachtet wird, ist es sinnvoll, n1 n-1 direkt mit dem Temperaturunterschied zu verknüpfen und so eine Beziehung zwischen der Temperaturabhängigkeit des Brechungsindexes und dem kritischen Reflektionswinkel für eine Fata Morgana herzustellen.
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